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Dieses Jahr fingen wir so viele Waller wie noch nie, insgesamt 13 Stück! Außerdem als Beifang zwei Zander die noch Schonzeit hatten, beim Feedern auf Brassen fingen wir noch Barben (in der Schonzeit) und Karauschen. Beim Posen- und Grundfischen auf die zahlreich vorkommenden Karauschen in einem Kanal fingen wir noch einen Karpfen (Schonzeit), außerdem Sonnenbarsche, einen Schwarzbarsch und einige Krebse(!). Es war wie schon so oft ein wunderschönes Erlebnis im Wallercamp "La Motta". Dieses Mal wieder mit meiner Frau Karin und meinem Angelkumpel Achim, der zum ersten Mal Waller fangen durfte :-) Die Stückzahl unserer gefangenen Waller übertrafen alle unsere Erwartungen. Achim, der die beiden größten Waller fangen durfte (1,53m und 1,32m) fing insgesamt sieben Waller. Ich fing insgesamt sechs Waller. Mein größter war 1,25m.
1,53m 1,25m
Für mich ging der Urlaub etwas heftig los. Ich war am ersten Tag von der Fahrt supermüde und gestresst, Karin und Achim hatten die Anreise weitaus besser verdaut. Das Wetter war auch nicht gut. Um 17:00 Uhr zog ein Gewitter auf, welches wir erst mal abwarteten. Dannach nieselte es nur noch leicht und wir brachen ca. 18:30 Uhr zu unserer ersten Tour 2007 an den Po auf. Kaum mit dem Boot auf dem Wasser wurde der Regen stärker. Als wir dann an unserem Ziel angekommen waren, waren wir schon klatschnass. Ich war genervt. Karin und Achim wurden relativ schnell müde. So dauerte der Abend nur bis ca. 23:00 Uhr, dann fuhren wir zurück. Die Stelle, die wir uns ausgesucht hatten sah zwar sehr erfolgsverprechend aus, gebissen hatte aber nichts. Wir fischten an einer schmalen ca. 15m breiten Schneise, die durch das Hochwasser eine Sandbank vom Ufer trennte. Das Wasser war bis zu 3 Meter tief. Am gegenüber liegenden Ufer laichten die Karpfen. Wir banden unsere Karauschen an überhängende Zweige am gegenüberliegenden Ufer fest, das Wasser war dort ca. 1,5m tief und boten sie ganz an der Oberfläche an. Richtig verführerisch für jeden Waller, aber wie gesagt kein Biss. Wären wir doch lieber bei dem Mistwetter im Camp geblieben. Festbinden, Bojen setzen, Angeln vom Boot... ist mir sowieso meistens zu viel Act und diesen Urlaub hat sich's bestätigt, dass es auch weitaus bequemer geht :-) Am nächsten Tag fragten wir Robert W. wo wir fischen sollten. Seine Empfehlung war goldrichtig. Achim fing seinen ersten Po-Waller mit 1,02m und außerdem überhaupt seinen ersten Fisch über einem Meter! Juchu!
Der Po stieg gerade durch den Regen der letzten Tage, die Wassertemperatur war so um die 17C. Die Temperatur stieg dann über die Woche hinweg bis zu 21C an unserem letzten Urlaubstag. Das Wetter war sonnig bis zu unserem Urlaubsende.
Achims erster Meterfisch!
Am Montag hatten wir immer noch leicht steigendes Wasser, Achim fing einen Waller mit 98cm und einen mit 1,32m. Ich fing einen mit 1,10m. Die Nacht war super, es war oft etwas los an den Ruten. Raubende Waller hörte man überall. Wir haben einige "Anfasser" gehabt die sofort ausliesen, aber trotzdem unseren Adrenalin-Spiegel zum Steigen brachten. Wir fischten im flachen Wasser und einige Bisse und "Aussteiger" konnten wir sogar hören! Manche Waller klatschten so richtig beim Biss auf's Wasser!!! Mega super genial! Puh, da stockt einem erstmal der Atem wenn man das sieht bzw. hört. Auch wenn es sich ausschliesslich um Waller um die Metermarke handelte, das war einfach genial!!! Einer packte den Köderfisch, patschte auf's Wasser (die Pose hatte sich so gut wie noch nicht bewegt), lies sofort aus und schoss mit einer Bugwelle in Richtung Flussmitte. Man waren das Augenblicke!!! Das werde ich nicht vergessen! Ich hatte an diesem Abend einige Fehlbisse, für die ich mein System verantwortlich machte. Ich fischte quasi mit "Haar" auf Waller. Ein freier starker 5/0er Haken und ein dünner 3/0er Haken am "Haar" an dem ich den Köderfisch fest machte. Achim hatte weniger Fahlbisse und fischte mit meinen üblichen 10/0er und 8/0er Wallerhaken. Die nächsten Tage stieg ich wieder auf meine bewährten Haken um und konnte meine Bisse weitaus besser verwerten. Hab' nur einen "verhaut" :-)
So ein Nimmersatt :-) Dienstag war dann der Abend an dem wir bis zwei Uhr Nachts mit T-Shirt fischten, da wir aus dem Schwitzen nicht mehr raus kamen :-) Das Wasser fiel zwar inzwischen schon wieder, das machte aber den Wallern nichts aus. Gut, es waren keine Riesenfische, aber den Abend werde ich bestimmt so schnell nicht vergessen. Achim fing drei Waller, 98cm, 83cm, 96cm. Ich fing zwei Waller, 110cm, 102cm. Außerdem hatte Achim noch einen Zander als Beifang! Wieder hatten wir Bisse, die man schon durch das Klatschen der Waller hören konnte! Die Waller waren Mega-Gierig! Schau mal den Bauch dieses Wallers von Achim an. Die Karausche darin hat gute 35cm der Waller 83cm. Die meisten Bisse hatte Achim an der Angel die mit meiner Strömungspose gute 30m vom Ufer entfernt lag. Meine Angel, die direkt am Ufer unter einem Busch plaziert war, brachte die zweitmeisten Bisse. Die Angeln dazwischen brachten so gut wie keine Bisse! Also auch an den besten Tagen hängt alles von der Stelle ab an der unser Köder plaziert wird.
Mittwoch wechselten wir die Stelle. Mir taten die kleinen Waller langsam leid. Die meisten Haken hingen zwar vorne im Maul, aber zwei Fische hatten etwas tiefer geschluckt. Die Haken liesen sich noch gut lösen, aber trotzdem... Ich wollte mit Achim entweder "einen Großen oder Keinen" fangen. So fischten wir in einer tiefen Aussenkurve. Achim gefiel es zwar Anfangs gar nicht so richtig wegen überhängenden Büschen die das Angeln erschwerte, aber das änderte sich dann schlagartig um ca. 19:30 Uhr als Achim seinen größten Waller mit 1,53m fing :-) Ich fing wieder nur kleinere mit 95cm und 1,16m. Ich freute mich trotzdem wie ein Schneekönig, dass Achim eine tollen Waller fing und meine Rechnung damit aufging. Meine Strömungsposen hielten unsere Köder wieder weit genug vom Ufer entfernt, damit die Waller beißen konnten :-)
Am Donnerstag dann wieder zurück zu unserer flachen Stelle vom Montag und Dienstag. An diesem Tag waren wahnsinnig viele Meeräschen da. Die Waller bissen sehr schlecht. Sie raubten zwar wie wild, aber ich denke ihre volle Konzentration gallt an diesem Abend den Meeräschen. Ich fing noch einen mit 1,25m. Achim hatte als Beifang einen schönen Zander mit 71cm.
Am letzten Tag noch einmal Sandbankangeln. Allerdings mit heftigen Wind! Das Angeln machte wenig Spaß, die Waller raubten auch kaum. So packten wir schon gegen 23:00 Uhr zusammen und liesen unseren super Urlaub ausklingen. An diesem Tag waren übrigens die ungarischen Spinnfischer angereist und konnten während alle anderen vom Camp leer ausgingen insgesamt 16 Waller fangen!!! An einem Tag mehr als wir zusammen in einer Woche gefangen haben, wahnsinn! So effektiv kann Spinnanglen vom treibenden Boot auf Waller sein! Na ja, mein Angeln ist es nicht, das muss man halt mögen. Lieber fange ich weniger und kann's auf meine Art geniesen...
Die ganze Woche über fingen die restlichen Camp Besucher eher schlecht als recht und bei uns beiden lief es so klasse. So ist es halt beim Angeln. Es gehört auch noch eine gehörige Portion Glück dazu ... und meine Strömungspose, welche mich und Achim nun vollauf überzeugt hat.
Auf dem Bild siehst du unsere Posen mit Punkten markiert. Am rechten Bildrand liegt meine normale Pose am Uferrand, alle anderen Posen sind die Strömungsposen, welche wir durch Variation der Schnurlänge und des Schnurwinkels an verschiedenen Stellen präsentierten.
Strömungsposen