zurück zur Übersicht


Nach einer total verregneten Woche Toskanaurlaub bei um die 14 Grad im Durchschnitt kommen wir am Samstag auf La Motta um 13:30 Uhr an. Es hat um die 19 Grad, es regnet nicht, die Sonne scheint.
Aber Peter hat keine gute Wettervorhersage zu bieten, es soll ab Sonntag bis zum Dienstag regnen. Na toll :-(
Der Po hat sehr viel Wasser. Man sieht dass die Pappelwälder bis vor kurzem überflutet waren. Bei so einem hohen Wasserstand war ich noch nie hier. Also mal schauen was so geht.
Um 18:00 Uhr sind wir am Wasser. Habe mich entschlossen direkt gegenüber vom Steg zu fischen. Dort läuft gerade das Wasser aus den Pappelwäldern durch die Rohre ab, die ich sonst immer sehen kann aber diesesmal total überflutet sind. Der Oglio hat 14,6 Grad, das Wasser das von den Wäldern kommt hat 15,6 Grad. Sieht nicht schlecht aus...
Die Brachsen beißen gut. Ab 20 Uhr habe ich genügend zusammen und beginne mit dem Setzen meiner Montagen. Der Oglio hat wenig Strömung deswegen angle ich auf Grund. Letztes Jahr hatte die Grundangelei auch gut funktioniert.
Um 21 Uhr der erste Biss kurz unterhalb am Einlauf der Rohre. Piiiiep. Aus. Nichts mehr. Der Waller hat gerade mal einen Meter Schnur genommen und wieder ausgelassen. Ich hatte die Brachse mit einem System montiert. Ein Einfachhaken und ein Drilling. Ich gebe dem Drilling die Schuld, habe ja noch nie gerne mit Drillingen gefischt. Allerdings hieß es im Camp, dass man damit die Bissausbeute erhöhen könnte ohne die Waller über die Maßen zu verletzen. Also hatte ich's halt mal probiert.
Die nächste Brachse ködere ich wie immer mit einem Einfachhaken an. Eine Stunde später das selbe Spiel. Das Ganze noch zweimal bis zwölf Uhr. War ziemlich genervt und Karin hat's gefroren. Also sind wir zurück ins Camp.


Wie vorhergesagt regnet es den ganzen Sonntag bei 12 Grad. Um 18:00 Uhr versuchen wir trotzdem unser Glück. Es regnet nur leicht, aber es stürmt heftig. Kein Wallerwetter... Na wenigstens ein paar Köderfische fangen... Aber auch die beißen nicht immer. 19:30 Uhr geben wir's auf. Eine einzige Güster hatte gebissen, unsere Kleidung ist voller Schlamm, von den Schuhen ganz zu schweigen. Kein Bock mehr...


Montag Ruhetag. Es regnet und stürmt den ganzen Tag.


Dienstag beruhigt sich der Sturm, aber es nieselt noch. Gegen Nachmittag hört es auf zu regnen. Das Wasser stieg die letzten Tage unaufhörlich. Die Pappelwälder stehen schon unter Wasser. Der neue Campingplatz hat sogar evakuiert werden müssen! Peter und sein Team haben das ganze aber wie immer in den Griff bekommen. Ich suche mir eine Stelle die noch vom Ufer aus befischbar ist. Ab 19:00 Uhr steht mir aber das Wasser schon bis zu den Füssen und das Wasser steigt weiter. Kein Biß bis dahin, Abbruch.


Mittwochs versuche ich es bei sehr hohem Wasserstand am Steg. Eine halbe Stunde ohne Biß, dann zieht ein Gewitter auf. Wieder Abbruch.


Wahnsinniges Hochwasser am Donnerstag! Das Wetter wird besser. Nur noch kurze Nieselregen. Das Wasser steigt noch weiter.
Klick das Bild an um es in Quicktime zu öffnen. Dazu musst du das Quicktime Plugin für deinen Browser installiert haben
Ich such mir eine Stelle die ich direkt vom Damm aus befischen kann. Ich angle auf einer Wiese. Das Wasser ist dort 3 Meter tief! Ich rechne mir gute Chancen aus, denn jetzt sollten die Fische auf den Wiesen einen gedeckten Tisch vorfinden. Die Wassertemperatur von 13 Grad und die riesige neu entstandene Wasserfläche dämpft aber meine Erwartungen etwas. Heute versuche ich es mal anders auf Grund zu angelen. Rute aufrecht, Freilauf ziemlich fest zu, System mit Drilling. Der Waller soll sich selbst schon leicht haken. Bringt aber nichts. Habe einen einzigen Biss. Die Rute verneigt sich und schnellt wieder zurück. das war's auch schon. Keine Chance rechtzeitig zum Anschlag an der Angel zu sein. Gegen Mitternacht fahr ich zurück auf La Motta.


Am Freitag hört das Wasser auf zu steigen. Mittags fange ich Karauschen und drei Zwergwelse am Kanal. Süsse Viecher, aber mit spitzen Flossenstrahlen! Noch kurz ein Bild geschossen nachdem ich die Köderfische am Steg im Kescher angebunden hatte:
Nachmittags dann wieder am Oglio auf einer Wiese. Wassertiefe jetzt 3,7 m. Wassertemperatut steigt. 13,6 Grad.
Klick das Bild an um es in Quicktime zu öffnen. Dazu musst du das Quicktime Plugin für deinen Browser installiert haben
Die ersten beiden Stunden ohne Biss. Kaum Bewegung im Wasser kein Rauben. Dann die ernüchternde Feststellung, dass das Wasser wieder sinkt. Bis 22 Uhr kein Biss. Da das Wasser sinkt rechne ich mir gar keine Chancen mehr aus und packe für dieses Jahr zusammen.
Tja, leider war's halt diesesmal überhaupt nichts. Aber das Wetter kann man nun mal nicht selbst bestimmen. Alles andere hat wie immer klasse gepasst. Haben wie immer wieder nette Leute auf La Motta kennengelernt.