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Ich hab's tatsächlich mal wieder ins Wallercamp geschafft! Mein Arbeitskollege Gerhard hat nach 15 Jahren Abstinenz das Angeln wieder für sich entdeckt und musste mich nicht lange dazu überreden mal wieder zum Wallerangeln zu fahren. Zwar hatten wir nur über ein verlängertes Wochenende von Freitag bis Montag Zeit, aber besser als nichts. Peter sei Dank war's ein Leichtes noch ein Zimmer auf La Motta zu bekommen. So machten wir uns Freitag am frühen Morgen auf den Weg. Bis auf eine Umleitung auf der wir uns den Mincio näher betrachten konnten und noch einem nervenden Navi, das dauernd Recht behalten wollte ;-) kamen wir so gut wie pünktlich im Camp an. Robert nahm uns wie immer fränkisch freundlich in Empfang und bald waren wir auch schon Köderfisch angeln am Kanal. Es bissen bis auf eine Ausnahme nur Mini-Karauschen. Robert gab uns den Tipp diese nicht zu verschmähen und mit einem entsprechenden System jeweils zwei kleine Karauschen anzubieten (gebracht hat's leider nichts aber dazu später). Ich fing einen fingerlangen Schwarzbarsch und erzählte grad Gerhard, dass man die so gut wie nie erwischt, da legt er einen schönen Schwarzbarsch von gut 25cm auf die Schuppen. Abends fanden wir an einer interessanten Außenkurve des Oglio Platz. Es gab überraschend wenig Schnaken für einen italienischen Sommer. Aber leider auch überraschend wenig Welse. Nicht mal rauben sahen oder hörten wir einen. Somit verging die erste Nacht bei etwas sinkendem Wasser und tropischen Temperaturen ohne Biss. Am nächsten Tag dann Feederangeln an einer tiefen Außenkurve des Oglio. Es bissen viele (zu) kleine Brassen. Ein paar wenige waren OK. Außerdem noch ein paar kleine Barben. Nichts desto trotz genügend Köder um für die nächste Nacht gerüstet zu sein. Markus (Eule) meinte eine tiefe Außenkurve mit viel Strömung wäre jetzt richtig. Da wäre bei den hohen Wassertemperaturen (27°C) noch genügend Sauerstoff. Er sollte recht behalten. Meinen Strömungsposen sei Dank konnte ich unsere Köderfische an erfolgversprechenden Stellen präsentieren. Um ca. 23:00 Uhr hatten wir den ersten Biss, der Waller nahm kurz Schnur, war aber gleich wieder weg. Der Köderfisch wurde von einem sehr kleinen Wels am Nacken gepackt. Neu beködern und wieder rein. In der Zwischenzeit bemerkten wir, dass das Wasser steigt. Ein gutes Zeichen :-) Um zwei Uhr die nächste Attacke. War wie vorher, hat wieder ausgelassen. Um drei Uhr der nächste Biss und der Wels ließ nicht mehr aus. Anschlag und hängt! Nichts großes aber auf alle Fälle war der für Gerhard. Also hab ich ihm die Angel in die Hand gedrückt. Na ja zugegeben, er hatte keine großen Schwierigkeiten den Waller zu mir zu dirigieren ;-) aber immerhin fing er seinen ersten Fisch über einen Meter! 1,08m um genau zu sein. Der Rest der Nacht verlief ohne weiteren Biss. Am Sonntag dann mussten wir uns von den beiden vorigen Nächten draußen beim Angeln erholen und haben mal richtig ausgeschlafen. Köderfische hatten wir noch ein paar vom Vortag, so haben wir uns das Angeln auf neue an diesem Tag erspart. Fehler... Nach einem fürstlichen Menü von ein paar Grillwürsten mit Tomatensalat (gutes Essen kann so einfach sein) ging es dann zum letzten Mal zum Wallerangeln. Wir wählten einen Zufluss des Oglio. Ziemlich flaches Wasser angereichert mit viel Sauerstoff durch ein paar Wehre vor unserem Angelplatz. Tja, nur hatten wir Pech mit unseren Köderfischen. Wir erwischten beim Feedern nichts mehr und die kleinen Brassen vom Vortag waren schon recht lahm. Die Waller hörten wir in der Nähe rauben aber wir bekamen leider keine Bisse mehr auf unsere kleinen Brassen. Um ca. 23:00 Uhr brachen wir dann ab, damit wir vor der Rückreise noch etwas Schlaf bekamen. Es war mal wieder traumhaft auf LaMotta. Das Wetter war super, über 30°C am Tag und Nachts nicht unter 20°C und Schnaken haben uns nur wenige geplagt. Außerdem haben wir unser Minimalziel erreicht. Gerhard hat seinen ersten Fisch über einen Meter gefangen. Und es war nicht einfach! Das Camp war ausgebucht und die anderen fingen nichts. Hoffentlich schaffen wir's nächstes Jahr für eine ganze Woche nach LaMotta, dann werden wir auch mit den größeren Wallern Bekanntschaft machen.