zurück zur Übersicht


Dieses Jahr stand unter keinem guten Stern. Hatte ich doch schon am Mittwoch vor unserem Trip nach Italien Fieber und Kopfschmerzen. Bis zur Anreise am Samstag war das Fieber mit Medikamenten einigermaßen unter Kontrolle gebracht. Aber aber Sonntag brach das Fieber von neuem aus und begleitete mich den ganzen Urlaub über.

Aber jetzt mal von Anfang an. Samstag waren wir so um 11:30 Uhr auf La Motta angekommen. Robert hat für uns alles Notwendige erledigt und um 13:00 Uhr waren wir schon das erste mal am Steg um Köderfische zu fangen. Das lief super, bald hatten wir Brachsen und Güstern jeder Größe zusammen. Gerhard legte an seiner feinen Zanderrute einen Wurm auf Grund aus und hatte bald einen guten Fisch im Drill. Einen kleinen Waller so um die 70 cm. Der hat ganz schön Rabatz an der leichten Rute gemacht!
Um 17:00 Uhr machten wir uns auf den Weg um eine geeignete Stelle zu finden. War nicht schwer. Bald hatten wir eine Außenkurve ausgemacht in der einige Fische an der Oberfläche zu sehen waren. Es stellte sich heraus, dass dort Brachsen ablaichten. Allerbeste Bedingungen :-)
Gerhard mit 1,46m Waller Fischen mit den Strömungsposen war nicht möglich. Also legten wir unsere Ruten auf Grund aus. Wir fanden eine Kante an der das Wasser von 0,8 m auf 1,6 m fiel. Dort sollten wir unsere Waller fangen... 20:45 Uhr der erste Biss! Ran an die Rute Anschlag und hängt! Gerhard konnte einen schönen Waller mit 1,46 m landen. Einen Bauch hatte der! Als hätte er einen Fußball verschluckt :-) Also zum Fressen hatten die Waller gerade genug. Ein guter Anfang! Und es ging gut weiter. In etwa im dreißig Minuten Takt die weiteren Waller. Zuerst fing ich einen mit 1,23, dann Gerhard einen mit 1,21 und dann ich nochmal einen mit 1, 10 m. Um 22:30 Uhr hatten wir genug Action für diesen Tag gehabt und sind zurück auf La Motta das Erlebte mit einem Wallerbierchen zu begießen.


Gerhard mit Schuppi Am Sonntag sind wir Morgens schon an den Steg um wieder Köderfische zu fangen. Die ließen sich auch nicht lange bitten. Ich bin kurz weg um eine weitere Rute zu holen, komm' zurück zum Steg und seh' Gerhard schon mit krummer Feederrute.
War das ein Drill! Der Fisch ließ Gerhard kaum ein paar Meter Schnur gewinnen, bevor er wieder davonpreschte. Wir hatten natürlich nur meinen kleinen Forellenkescher für den absoluten Notfall dabei. Ob der Fisch da wohl reinpasste? Es dauerte erst mal eh noch einige Zeit, bis wir endlich einen schlanken Schuppenkarpfen an der Oberfläche sahen. Natürlich viel zu groß für den Kescher ;-) Am Ende aber schafften wir's irgendwie trotzdem. Wir schätzten den Schuppi so auf 15 Pfund. An der Feederrute mit 20er Vorfach ein riesen Erlebnis!
Markus mit Schuppi In der Zwischenzeit saß sich Andi zu uns an den Steg um etwas zu plaudern. War schön Andi mal wieder zu sehen. Das letzte Mal trafen wir uns 2003 auf LaMotta und fingen ein paar schöne Waller zusammen. Mitten unterm Quatschen hab' ich heftige Gegenwehr an der Feederrute. Jeden Meter Schnur den ich gewann wurde mit einer heftigen Flucht quittiert. Ein toller Fisch am anderen Ende! Aber ich hatte nicht viel Hoffnung. Mit 16er Vorfach und 12er Haken gab' ich mir keine großen Chancen. Eine halbe Ewigkeit später hatte ich den Fisch dann trotzdem in Reichweite des Keschers gebracht. Wieder so ein schöner Schuppi! Aber dass der Fisch in der Nähe des Keschers war hieß noch gar nichts! Er ließ sich eine nervenaufreibende lange Zeit einfach nicht in Richtung Kescher manövrieren. Am Ende aber blieb ich Sieger über den Karpfen. Andi half mir beim Keschern. Meine Freude über diesen Fisch war riesengroß.
Diesen Abend lag ich dann mit Fieber und Schüttelfrost im Bett. Mit Waller angeln war's erst mal nicht's.


Am Montag ging es mir etwas besser also ging es Abends raus zum Wallerangeln. Eine vielversprechende Stelle war gefunden. Ein Einlauf brachte ca. 2°C wärmeres Wasser in den Fluß. Ab 21:00 Uhr bekam ich Schüttelfrost und um 22:00 Uhr mußten wir leider ohne Biss abbrechen.


Dienstag war wieder Zwangs-Ruhetag für mich angesagt.


Dienstag auf Mittwoch stieg das Wasser. Gute Vorzeichen. Am Mittwoch fühlte ich mich etwas besser. Nächster Versuch auf Waller.
Hochwasser Am Auslauf einer überspülten Wiese musste doch etwas zu holen sein! Die Waller raubten, daß es eine wahre Freude war! Die Meeräschen waren in Mengen da. Aber es war trotzdem ganz schön zäh. Interesse zeigten die Waller nur an den Meeräschen. Unsere Köder ließen die Waller einfach links liegen! Gerhard hatte zwei kurze Anfasser, aber bis wir an den Ruten waren, war auch schon wieder alles vorbei. Um 21:00 Uhr entschloss ich mich den Platz zu wechseln. Ich angelte dann direkt auf der überspülten Wiese in einer Tiefe so um um einen Meter. Um 22:00 Uhr hatte ich dann meinen Biss. Zuerst hörte ich den Waller klatschen, erst dann klickte der Freilauf meiner Rolle. Ein spannendes Erlebnis. Der Waller hatte 1,39 m und durfte schnell wieder in sein nasses Element zurück da die Abhakmatte noch an unserer ersten Stelle lag. Eine gute Stunde später nocheinmal ein Klatschen nach meinem Köderfisch, aber der Waller hat den Köder nicht genommen. Mehr war am Mittwoch nicht los. Wir sind so um 24:00 Uhr zum Wallerbier trinken zurück auf La Motta.


Donnerstags waren wir schon früh am selben Platz. Aber das Wasser war schon wieder am Ablaufen. Die Meeräschen fast komplett verschwunden. Absolut andere Bedingungen wie ein Tag vorher. Auf der Wiese war Angeln schon nicht mehr möglich. Also saßen wir dort wo das erwärmte Wasser vom überspülten Ufer wieder in den Fluß zurückfloß. So um acht Uhr der erste kurze Anfasser an Gerhards Brachse. Die Bissspur zeigte eindeutig, dass der Waller nicht mal einen Meter gehabt haben konnte. Es dauerte bis um 21:00 Uhr bis ich einen heftigen Biss an einer großen Brachse hatte. Es passte alles. Der Fisch nahm Schnur, ich hatte direkten Kontakt. Anschlag! Voll daneben :-( Ich spürte rein gar nichts! So ein Pech. Da war er mal dran, der Fisch den ich mir seit einigen Jahren wünsche und kein Haken fasst. Na, was soll's. Rute neu bestückt und raus damit. Nicht viel später beisst's an meiner anderen Rute. Der Anschlag passte. Der Waller maß 1,29 m.
Markus mit 1,52m Waller Eine halbe Stunde der nächste Waller an der selben Rute. Er maß 1,52 m. An meiner neuen leichten Wallerrute ein guter Drill. Allerdings, war das auch schon zuviel für die Rute. Der Rollenhalter löste sich vom Blank. Gerhard hatte bisher etwas Pech, nicht viel Action an seinen Ruten. Meine Rute konnte ich eh' nicht mehr auslegen, also kam eine seiner Ruten an den Platz wo die Waller bissen. Wir blieben bis um 00:30 Uhr, hatten aber keinen Biss mehr. Dachten wir jedenfalls. Als wir Gerhards Ruten einholten, fehlte bei einer Rute der Köderfisch komplett, während an der anderen Rute der Köderfisch total zerfetzt noch an einem Drillingshaken hängen blieb. Und das trotz Rückenköderung am Einzelhaken mit Einweckgummi gesichert und einem Zusatzdrilling im Knorpel der Bauchflosse! Der Nachteil am Grundangeln, wenn uns ein Waller beim Biss entgegenschwimmt sieht man den Biss nicht. Schade!


An unserem letzten Angeltag am Freitag wollten wir's besser machen und alle Bisse sehen. Also bastelten wir uns aus großen Posen Einhängebissanzeiger, mit denen wir auch Fallbisse hätten sehen können. Jau, wir hätten Fallbisse bestimmt erkannt wenn am Freitag noch was gebissen hätte ;-) Das Wasser fiel immer weiter und wir hatten bis um 23:00 Uhr keinen Biss mehr. So ging's dann schon früh zurück auf La Motta damit wir gut ausgeschlafen am Samstag unsere Rückreise antreten konnten.


Es war mal wieder ein toller und ereignisreicher Urlaub. Danke an Peter, die beiden Roberts und an Thorsten! Alles perfekt organisiert. Wie immer halt ;-) Schön war's wieder mal bekannte Leute auf La Motta getroffen zu haben! Einziger Wermutstropfen: ich hätt' weniger Fieber und Kopfschmerzen haben können. Aber das kann man sich halt nicht aussuchen.