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Mit Seitenarm Montage

Meine bisher erfolgreichste Art Zander zu fangen, ist ganz einfach.
Ich biete einen Köderfisch einen halben Meter über Grund an der Pose an.
Dazu verwende ich eine 3 Meter lange Rute mit 20-40 Gramm Wurfgewicht, eine leichte Rolle und 150 Meter 25er Schnur. Ich verwende fingerlange Köderfische, am liebsten Lauben, falls ich mal welche fange.
Die Tragkraft der Pose richtet sich nach der Entfernung, die ich erreichen muß und das hängt wiederum ganz vom Gewässer und der Jahreszeit ab. Meiner Meinung nach ist der Juni der beste Zandermonat. Zu dieser Zeit kann man auch kurz vor seinen Füßen einen Zander fangen. Dort, wo der flache Uferabschnitt ins tiefere Wasser übergeht. Bei kurzer Distanz reicht dann eine Pose mit 1,2 Gramm. Diese muß sehr genau austariert werden. Es soll nur noch gerade so viel aus dem Wasser ragen, daß man einen Biß erkennen kann.
Zander können sehr vorsichtig sein!
Wenn ich die Fische weiter draußen vermute, verwende ich schon mal Posen mit 5 Gramm Tragkraft, welche wiederum genau ausgebleit werden. Damit schaffe ich Wurfweiten so um die 20 Meter.
Als Vorfach sollte eigentlich Kevlar verwendet werden, wegen möglicher Hechtbisse. Ich verwende aber normale monofile 23er, da ich bisher noch nie einen Hechtbiß beim Zanderangeln hatte. Das kommt wohl daher, daß ich nur in den Sommermonaten, und dann auch nur am Abend auf Zander gehe. Die beste Beißzeit liegt so um die Abenddämmerung herum.
Der Haken richtet sich nach der Größe des Köderfisches, ist aber in den meisten Fällen ein 6er Einzelhaken. Drillinge verwende ich nicht, da ich einem untermaßigen Zander noch eine Überlebenschance nach dem Zürücksetzen geben möchte.
Nun zu einem heiklen Thema: "Wann soll der Anhieb gesetzt werden?"
Ich habe schon einige Zander "verhaut"! In den allermeisten Fällen lag es einfach an meiner Ungeduld, oder daran, daß der Zander in Richtung eines Krautbetts geschwommen ist. Die besten Erfolge habe ich, wenn ich den Zander solange Schnur nehmen lasse, falls keine Hindernisse im Wasser sind, bis er anhält. Dann dreht er den Köder im Maul und schluckt ihn. Kurze Zeit darauf zieht er wieder weiter und dann setze ich den Anhieb. Leider hängt dann der Haken meist tief im Schlund, aber er hängt, was bei zu schnellem Anschlag meist nicht der Fall ist! So ein Biß kann lange dauern, manchmal schwimmt ein Zander erst einmal zwanzig Meter weit mit dem Köder ganz vorne im Maul, bis er ihn dann richtig schluckt. Also: "Geduld ist angesagt!"